VMware hat neben einem neuen Lizenzmodell in der neusten vSphere Version 5 auch neue Features für die Überwachung eingebaut. Für die Analyse des Netzwerkverkehrs zwischen virtuellen Maschinen untereinander, sowie auch zwischen virtuellen Maschinen und der physikalischen Netzwerkinfrastruktur sind die Virtuellen Distributed Switches VDS fähig sogenannte NetFlow v5 Records aufzuzeichnen und an einen NetFlow Collector weiterzuschicken. Weitere Informationen sind in folgendem Blog-Beitrag beschrieben. VMware Networking Blog

Um NetFlow Daten auszuwerten wird ein sogenannter NetFlow Collector benötigt. Neben kommerziellen Produkten hat sich in den letzten Jahren besonders die OpenSource Lösung ntop für die Analyse und grafische Darstellung von Netzwerk Verkehr etabliert. Für die Kapazitätsplanung, Troubleshooting, Performancemonitoring in grösseren VMware vSphere 5 Umgebungen ist diese neue Möglichkeit sehr hilfreich. Bis anhin konnte der Netzwerkverkehr auf Protokollebene zwischen virtuellen Maschinen nur ungenügend analysiert werden. Engpässe im virtuellen Netzwerkbereich konnten nur ungenügend erkannt werden.

Monitoringlösungen für den Enterprise Bereich sollten aus diesem Grund die Möglichkeit bieten NetFlow Analysen durchzuführen. Der führende Monitoringlösungsanbieter GroundWork OpenSource bietet in seiner aktuellen Version 6.5 das NetFlow Analyse Tool ntop kostenlos als NMS Modul für seine Enterprise Edition Kunden an.

Wie im richtigen Leben auch, ist für den Betrieb von Cloud Umgebungen eine entsprechende Wetterkunde (Meteorologie) notwendig. Dabei ist eine sinnvolle Überwachung mit einem geeigneten Monitoring Tool sehr hilfreich.

In sogenannten Public Clouds (wie z.B Amazon EC2, Windows Azure, Rackspace, Salesforce usw. ) ist neben der klassischen Überwachung von Verfügbarkeit und Performance ein zusätzlicher Punkt wichtig. Da es sich bei Public Clouds um Mietservices handelt, ist eine aktive Überwachung der Kosten zu empfehlen. Ende Monat wird sonst die Rechnung präsentiert und kann dem Empfänger den Appetit verderben. Diese ungeniessbare Kröte muss dann durch die Finanzabteilung mit Würgen geschluckt werden.

Durch einfache Klicks und schieben von Schaltern können via WebGui der Cloudanbieter neue Systeme erstellt oder laufende System mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet werden. Dies hat meistens mehr oder weniger Einfluss auf die Höhe der Rechnung und kann mehrere tausend Euros, US$ oder Schweizer Fränkli sein.

Die meisten Monitoringsoftware Hersteller bieten zwar ausgeklügelte Connectoren zu den durch die Cloud Anbieter angebotenen APIs, beschränken sich aber auf Verfügbarkeits- und Performancedaten. Ein Zähler mit den aktuellen Kosten und einer Trendanalyse für diese Kosten ist nicht vorhanden.

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