Die schweizer Exportindustrie, Banken etc. müssen wegen dem hohen Schweizer-Franken und der Schuldenkrise an allen Rädchen schrauben um ihre Kosten in den Griff zu bekommen.

Warum nicht bei den IT Betriebskosten sparen und eine kostengünstigere Monitoringlösung einsetzen. Bereits mehrere schweizer Firmen haben sich dafür entschieden teure Wohlfühllösungen von BMC, HP, IBM und CA durch kommerzielle OpenSource basierende Monitoringlösungen zu ersetzen.

Die Lizenzkosten solcher Lösungen, z.B. GroundWork Monitor OpenSource werden meistens in US$ oder Euro verrechnet. Dadurch entsteht ein doppelter Spareffekt, einerseits sind die Lizenzen im Verhältnis zu rein kommerziellen Lösungen ein Bruchteil und weiter kann von den günstigen Währungskursen profitiert werden.

Kosteneinsparungen von bis zu 80 % pro Jahr sind keine Seltenheit. Da eine Planung und Umsetzung einer solchen Umstellung in grösseren Umfeldern mehrere Monate in Anspruch nimmt, ist der Zeitpunkt jetzt richtig um eine solche Lösung für das Jahr 2012 zu prüfen. Verschiedene schweizer Informatikfirmen bieten professionelle Dienstleistungen im IT-Monitoring mit OpenSource an. Als Marktführer hat sich in den letzten Jahren die RealStuff Informatik AG aus Bern in den Bereichen Beratung und Realisierung von Ablöseprojekten bei Banken, Versicherungen, Telekommunikationsanbietern, öffentliche Verwaltung etc. einen Namen gemacht.

Eine Umfrage bei 253 CIOs aus Grossunternehmen in Deutschland, Frankreich, Grossbritanien und den USA hat ergeben, dass viele der eingesetzten Monitoring-Lösungen die neuen virtuellen IT-Landschaften nur bedingt überwachen können. Das führt dazu, dass in fast 50% der Firmen ein Moratorium für den weiteren Einsatz von Virtualisierung ausgesprochen wird.

Die teuren Monitoring-Frameworks wie HP Open View/Operations Manager, IBM Tivoli, Microsoft System Center, BMC Patrol, CA Unicenter werden nur zu 20% für die Überwachung von virtuellen Umgebungen eingesetzt. Der Grund nach Aussage der CIOs ist die fehlende Funktionalität.

Die gesamte Umfrage finden Sie unter dem folgenden Link: Konsolen taugen nicht für die Virtualisierung

Betreffend der Gartner Studie möchte ich noch zwei, drei Sätze anbringen.

Die Positionierung der beiden OpenSource Produkte GroundWork und Zenoss sind nach unserer Meinung nicht ganz mit unseren Erfahrungen deckungsgleich.  In Zenoss ist keine Definitionen sogenannter Abhängigkeiten zwischen Hosts, Services und Netzwerktopologie möglich. Dies ist nach unserer Meinung ein grosses Plus von GroundWork gegenüber Zenoss. Gerade in einer grossen Umgebung können dadurch massiv Fehlalarme unterdrückt werden. Dieser Punkt wird auch seit Jahren durch Zenoss Benutzer in Supportforen etc. als grosser Mangel angemerkt. Obwohl Zenoss in den letzten Wochen einen neuen Majorrelease 3 veröffentlicht hat, fehlt diese Funktion nach wie vor.

Zusätzlich bietet GroundWork einen eigenentwickelten  Monitoring Agenten für Windows, Linux, Solaris und AIX an, welcher nach unserer Erfahrung gerade betreffend Skalierbarkeit und Funktionalität für grosse Enterprise Umgebungen einen Vorteil gegenüber Zenoss bietet.

Diese beiden Punkte wurden in der Studie nicht erwähnt, resp. nicht getestet/beachtet. Wir als Kenner der OpenSource Monitoring-Welt erachten dies aber als wichtige Punkte und sie sprechen nach unserer Meinung für GroundWork betreffend Enterprise-Readyness. Auf der Achse “ability to execute” würden wir GroundWork bedeutend höher als Zenoss einstufen.

Zusätzlich ist noch interessant, dass die Lizenzkosten von Zenoss gegenüber Groundwork für das gleiche Supportangebot 100% höher sind. (Kosten pro Device und Jahr bei GroundWork = 50$, Kosten pro Device und Jahr bei Zenoss = 100$)

In der Studie gibt es noch weitere Fragezeichen für uns:

z.B. Warum die grossen vier Anbieter (IBM, BMC, HP und CA) immer im LeaderQuadranten auftauchen ist fast gegeben. Dort stellt sich dann immer die Frage wie die Gewichtung gemacht wird.
Erstaunlich ist z.B. dass ein Anbieter wie BMC, trotz komplett fehlender Lösung betreffend NMS (Network Management System) so hoch eingestuft wird oder IBM, welche seit der Akquisition von Omnibus vor 5 Jahren an diesem Produkt keine Weiterentwicklung vorgenommen hat als Visionär eingestuft wird ist teilweise schon erstaunlich. 

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