Für die Überwachung von Microsoft Windows Systemen (Server, Exchange, SQL Server etc.) stellt Microsoft seit längerer Zeit mittels Windows Management Instrumentation (WMI) eine auf dem Common Interface Model (CIM) basierendes Technologie zur Verfügung. CIM ist der Industrie Standard welcher durch die Distributed Management Task Force (DMTF) unterhalten wird. In der DMTF sind alle grossen Hard- und Softwarehersteller Mitglied. (z.B. Microsoft, IBM, HP, RedHat, Oracle, Intel, VMware, Cisco usw.)

Die WMI Architektur bietet Schnittstellen (API) für sogenenannte WMI Consumer (Management Applikationen) an. Monitoring Systeme wie z.B. System Center Operations Manager (SCOM) verwenden diese Schnittstelle um Daten von logischen und physikalischen Komponenten (Harddisk, Netzwerkadapter, Datenbanksystem, Betriebsystem, Prozess, Services usw.) zu erhalten. Durch die offene Schnittstelle via WMI Scripting API können auch kostengünstige Monitoringlösungen wie z.B. Nagios, Zenoss, etc. von diesem Standard profitieren.

Die Verwendung der WMI Scripting API wird in einem aktuellen 15 Minuten dauernden Video durch den Monitoringsoftware Hersteller GroundWork aufgezeigt.

Der Softwaregigant Microsoft hat zum Microsoft Management Summit (MMS) 2011 in die Wüsten- und Spielerstadt Las Vegas eingeladen.

Die mit 4000 Besucher ausgebuchte Konferenz wurde intensiv dazu benutzt der Welt die Zukunft der IT aufzuzeigen, wie sich diese Microsoft vorstellt. Nach Ansicht des grössten Softwareherstellers wird diese Zukunft aus einer ziemlichen homogenen Microsoft Welt bestehen. Vorgestellt wurden auch einige Teile der Management Suite, Microsoft System Center, welche als Release 2012 im nächsten Jahr zu erwarten sind. Neu werden neben Operations Manager (SCOM), Configuration Mangager (SCCM), Data Protection Manager (DPM), Service Manager (SCSM), Orchestrator (Firmenübernahme Opalis) und Virtual Machine Manager (VMM) auch System Center Advisor und das Projekt “Concero” (Cloud Management) die Bestandteile von System Center 2012 sein.

Klar scheint für Microsoft zu sein, dass das zukünftige Datacenter (nur) aus Hyper-V (Virtualisierung), Azure (Cloud Computing), Windows Server und weiteren Microsoft Produkten bestehen wird. Was für kleine und homogene Microsoft-Umgebungen von KMUs machbar scheint, ist in einem heterogenen Enterprise Computing Umfeld wohl nicht ganz realistisch. Gespannt kann man sein wie die neuen System Center Versionen z.B. mit VmWare, Amazon EC2, Oracle-DBs, SAP, Linux, Unix und Netzwerkkomponenten interagieren werden. Zu hoffen ist, dass die Scheinwelt von Las Vegas den Blick von Microsoft nicht zu stark getrübt hat.

Das Microsoft System Center Entwicklungsteam hat auch eifrig gebloggt.

Der amerikanische Softwarehersteller GroundWork Inc. hat eine neue Version der erfolgreichen Monitoringplattform GroundWork Monitor veröffentlicht.

Neben vielen Bugfixes sind in der Version 6.4  vor allem Neuerungen in den folgenden Bereichen implementiert worden:

  • Verbesserter Monitoring Agent (GDMA) für die Überwachung von Microsoft Windows Server Systemen inkl. Cluster Server
  • Rollenbasierende “Views” von NagVis Maps und Diagrammen
  • Zentralisierte Konfigurations und PlugIn Updates für Monitoring Agenten (Windows, Linux, Unix)
  • Verbesserte Authentifikations und Zugriffskontrolle  via Active Directory, LDAP und JOSSO

Alle Neuerungen können in der Produktbeschreibung und den Release Notes von GroundWork nachgelesen oder als Live Demonstration via Webcast angeschaut werden.

GroundWork Monitor ist eine offene Plattform und besteht aus verschiedenen OpenSource Projekten. Unter anderem sind dies Nagios, NagVis, Cacti, MySQL, RRDTool, JBoss, Eclipse BiRT.

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